Team Goaschtig

Eine interpolitische Gemeinschaft

Autor: Fritz Rabensteiner

Muss das sein?

Wenn ich mir die täglichen Beiträge auf Twitter zur möglichen Koalition von Türkis und Grün ansehe dann stelle ich fest, dass „Schaum vorm Mund“ mittlerweile eine politische Kategorie ist. Auf die beiden wird schon fest eingeprügelt, noch bevor sie im Amt sind. Ich habe diese Parteien noch nie gewählt und ich hätte mir auch eine andere Regierung gewünscht, aber so ist es nun mal in einer Demokratie. Seien wir doch froh, dass wir noch eine haben. In Ungarn können sie nur mehr davon träumen. Was wäre denn die Alternative gewesen? Wieder mit der FPÖ? Nein, danke. Schlechter kann es also kaum werden. Und die SPÖ muss erst ihre Nahtoderfahrung verarbeiten. Ein wenig mehr Gelassenheit würde uns allen gut tun. Selbstverständlich muss Kritik sein. Auch das gehört zu einer Demokratie. Aber vielleicht sollte man die Protagonisten zunächst einmal arbeiten lassen. Und wenn sie nix taugen, dann kann man sie wieder abwählen. Noch ein Vorteil der Demokratie.

Frauen sind böse

Und grausam. Das beweist die Geschichte. Denken sie nur an die berüchtigten Serienmörderinnen Elfriede Blauensteiner oder Gesche Gottfried. Gemeinsam haben sie mindestens zehn Männer um die Ecke gebracht. Dabei werden 90% der durch Frauen begangenen Morde erst gar nicht aufgeklärt. Denn es sind nicht immer nur Messer, stumpfe Gegenstände oder Gift, die die Opfer ins Jenseits befördern. Frau morden subtil, mit Worten, und treiben damit ihre Opfer in den Selbstmord. Dies ist naturgemäß schwer nachzuweisen, und falls doch, dann würde es allenfalls den Tatbestand einer Nötigung darstellen. Wie dürfen wir uns das vorstellen? Nehmen wir als Beispiel einen nackten Mann, der vor einer Frau steht. Sie mustert ihn und sagt dann Sätze wie diese:

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Rede an die Nation

„Meine amerikanischen Mitbürger, von denen viele meine Freunde sind… sie alle, alle Amerikaner sind meine Freunde. Die meisten von ihnen. Nur sehr wenige Leute mögen mich nicht und diejenigen, die mich nicht mögen, sind schlechte Leute. Wie Hillary, die ich Gangster-Hillary nenne. Sie sagt, ich bin fettleibig, aber das bin ich nicht. Ich bin 120 Kilo Präsidentendynamit. Donald Trump Präsidentendynamit. Das sagen alle Ärzte. Sie alle sagen, ich bin in großartiger Verfassung. Ich esse zehn Big Macs pro Tag. Genau wie die Spieler in der NFL. Diese Jungs sind in großartiger Verfassung. Sie sind in großartiger Form. Und sie essen Big Macs. Ich esse jetzt einen Burger. Wissen sie, was die Demokraten essen? Sie essen Grünkohl oder so. Wissen sie, was das ist?

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Fleisch lass nach

Wer seine Lebensmittel weiterhin im Supermarkt kauft, ist nur zu faul dazu den Bauernmarkt aufzusuchen. Oder er kann es sich nicht leisten, weil er der irrigen Annahme ist, es müsse jeden Tag ein Kilo Fleisch auf dem Teller liegen. Freunde, das gab es nicht mal in der rustikalen Steinzeit. Da wurden Steine gegessen, wie der Name schon sagt, oder das Moos vor der Höhle. Fleisch gab‘s da nur, wenn sich ein unvorsichtiges Mammut zu nahe an die Siedlung heran gewagt hatte. Oder der Opa seit Tagen regungslos in der Ecke lag. Was sagt uns das:

Erstens: Fleisch ist wertvoll.   

Zweitens: Mammuts gibt es nur mehr in wenigen Teilen des Bundesgebietes. Die Jagd ist also mit weiten Reisen verbunden.

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SPÖ quo vadis?

Sie löst sich auf, sukzessive, und verschwindet in der Bedeutungslosigkeit. Siehe SPD. Vieles, wofür die SPÖ früher gekämpft hat, ist heute selbstverständlich. Das wird gerne vergessen. Aber sie hat den Zug der Zeit verpasst und andere Parteien haben die aktuellen und zukünftigen Themen besetzt. Schade, ist aber mittelfristig nicht zu ändern. Im Bestreben allen zu gefallen wurde ein Spagat versucht, der nicht gelingen konnte. Eine Partei muss aber nicht allen gefallen, sondern eine klare Richtung haben. Als Orientierungshilfe. Die SPÖ war immer eine „Arbeiterpartei“. Wenn man bedenkt, dass viele FPÖ-Wähler früher SPÖ gewählt haben, dann lässt sich unschwer das Potenzial erkennen. Die blauen Stimmen sind aber großteils verloren. Die wurden auf Ausländerthema gepolt und wählen heute die FPÖ nicht deshalb damit es ihnen besser geht, sondern den anderen schlechter. Und satte Funktionäre haben den Niedergang der Roten noch beschleunigt. Ohne radikale Umkehr werden sie bald weniger als 15% haben.

Fritz Rabensteiner

Jahrgang: 1959

Wohnhaft: Schwaz, Tirol

Autor, Vorleser, Comedy-Texter und Rennfahrer. Handel mit Bären aller Art. Verheiratet, drei Kinder. Sozialdemokrat seit Jugendtagen. HAK-Absolvent. Eine ehemalige Lehrerin beschreibt ihn wie folgt: „Er ist innerlich hässlich, ein Gefäß voller Bosheit.“ Insgesamt eine sehr treffende Beschreibung. Die Geschichten zu seinen Büchern schreibt das Leben. Und im Schutz dieser menschlichen Sonnenfinsternis schreibt er bereits an neuen Satiren, um den Rest der Welt nachhaltig zu beleidigen. Rabensteiners Satiren und Comedy-Texte wurden bereits von zahlreichen Rundfunkstationen veröffentlicht.

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