Team Goaschtig

Eine interpolitische Gemeinschaft

Dem Drozda sein Porsche?

Es ist ja gut, dass sich soviele Menschen Gedanken machen warum die SPÖ so schlecht abgeschnitten hat bei den letzten Wahlen.

Man versucht mit Vernunft und Logik die Fehler und Versäumnisse aufzuzählen. Als wenn Vernunft und Logik bei den letzten Wahlkämpfen und Wahlen eine Rolle gespielt hätten!

In Wahrheit ist es doch vielmehr wie mit den Impfgegnern und Klimawandel-Leugnern:

Es geht nicht um Argumente, um Inhalte, um Fakten. Es geht um Bilder, um Botschaften, um Signale. „Den Hausverstand benutzen, mit dem Bauch entscheiden, seinem Gefühl vertrauen“, heißt es dann, wenn man die Beweise von Ärzten und Wissenschaftlern beiseite wischt, so sie einem nicht gefallen.

Von der inneren Struktur und den Streitigkeiten innerhalb der SPÖ habe ich keine Ahnung. Es ist mir auch egal. Meine Wahl hängt nicht von tagespolitische Themen oder Vorsitzenden ab.

Solange die Inhalte passen, würde ich auch sozialdemokratisch wählen, wenn dem Drozda sein Porsche Parteivorsitzender wäre.

Doch was nun?

Sollen sich die Sozialdemokraten anpassen, sich „neu erfinden“? Soll die SPÖ ihre Parteifarbe in Magenta ändern, ihre Vorsitzende, viell. eine politisch talentierte, rethorisch begabte Studentin, mit absoluter Macht ausstatten und jede Diskussion innerhalb der Partei ersticken? Be like Sebastian? Nein, ich denke nicht.

Was also dann?

Die Menschen anrennen lassen? Sollen sie doch sehen was passiert ohne Sozialdemokratie!?

Auch nicht, gute Eltern lassen ihre Kinder nicht ins Feuer greifen, damit sie lernen, dass es heiß ist. Gute Eltern warnen, erklären und passen auf wie die Haftelmacher.

Das sollten die Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen auch tun.

Und Vertrauen haben, in ihre Werte, ihre Ideen und ihre Zukunft.

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4 Comments

  1. Danke für den Beitrag!
    Zum Thema „Kinder nicht ins Feuer greifen lassen“: ist es nicht ganz besonders wichtig, dass Kinder dann aber doch irgendwann ins Feuer oder auf die heiße Herdplatte greifen? Nur so lernen sie, was „heiß“ bedeutet und vielleicht noch wichtiger, sie lernen, dass es nicht ganz so falsch ist, was ihnen die Eltern da so sagen.

    • Hari Winkler

      Tja, darüber hab ich auch lange nachgedacht. Natürl. müssen Kinder ihre eigenen Fehler machen dürfen, aber ich könnte nicht zuschauen wie sich meine Kinder verletzen.
      Aber da kann man sicher darüber diskutieren, kommt natürl. auf das Risiko und die mögl. Folgen an.
      Niemand würde seine Kinder ausprobieren lassen, was passiert wenn man aus dem 5. Stock springt.

      • Ist schon klar, man wird nicht zusehen, wenn was passiert. So ist es auch nicht gemeint. Allerdings wissen wir alle, was es bedeutet, wenn etwas heiß ist. Das wissen wir aber nicht, weil man es uns gesagt hat, sondern weil wir es irgendwann einmal selbst ‚festgestellt‘ haben.
        Jetzt ist halt die Frage, um das Bildnis wieder zu verlassen: Ist die Gesellschaft drauf und dran, sich die Finger zu verbrennen oder hupfen wir gerade vom Hochhaus?

        • Hari Winkler

          Echt gute Frage. Solange die Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit noch funktionieren, würd ich sagen ein Finger verbrennen. Danach wirds schwierig umzukehren.

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